Diese Seite drucken Amiodaron und Schilddrüse


AmiodaronUnter Amiodaron als stark jodhaltiges Antiarrhythmikum kommt es in ca. 40 % der Fälle zu Funktionsstörungen der Schilddrüse (SD), die auf vor Beginn der Amiodarontherapie nicht bekannte prädisponierende Schilddrüsenpathologien und / oder auf immunogene zytotoxische Effekte zurückgeführt werden.
Hierzu zählt auch die therapeutisch oft schwer zu beeinflussende und arrhythmieverstärkende Amiodaron-induzierte Hyperthyreose.

Daher wird, zuletzt im DÄ Heft 51-52 (24.12.2007), gefordert, daß vor Therapiebeginn mit Amiodaron basales TSH, Serum-fT3/-fT4 und SD-Antikörper bestimmt sowie eine SD-Sonographie durchgeführt werden, um prädisponierte Patienten rechtzeitig zu erkennen.
Dies gilt im Jodmangelgebiet Deutschland umso mehr für Patienten mit positiver Familienanamnese hinsichtlich Struma oder Dysthyreose und / oder mit bereits palpabler Struma.

Finden Sie bitte hier Informationsmaterial zu Amiodaron.