Diese Seite drucken Diagnostik


Bei der nuklearmedizinischen Diagnostik wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz entweder alleine oder, je nach zu untersuchendem Organ, als chemische Verbindung meist intravenös in eine Armvene gespritzt, selten auch inhaliert (für Lungenuntersuchungen) oder getrunken (für Funktionsuntersuchungen des Magens oder der Speiseröhre).

Diese erreicht dann über die Blutbahn das betreffende Organ, das untersucht werden soll, verhält sich dort wie eine körpereigene Substanz und kann daher zu Funktions- und bildgebenden Untersuchungen des betreffenden Organs oder Organsystems (z.B. Skelett) verwendet werden. Hierfür werden anschließend eine oder mehrere Aufnahmen mit einer speziellen Kamera (Gamma-Kamera) angefertigt, die, kombiniert mit einer aufwändigen Computertechnik, die gewünschten Bilder erzeugt.

Je nach Untersuchungsart und Fragestellung werden diese Bilder sofort nach Injektion und / oder nach einer Wartezeit von 20 Minuten (z.B. bei der Schilddrüse) bis zu mehreren Stunden (z.B. beim Skelett) angefertigt. In dieser Pausezeit können Sie sich frei bewegen, je nach Wunsch auch die Praxis verlassen, Fahrtüchtigkeit oder Nahrungsaufnahme sind nicht beeinträchtigt.

Bei einigen wenigen Untersuchungen (Niere) sind zusätzlich eine oder mehrere Blutentnahmen erforderlich.

Durch die Aufnahmen findet keine Lärmbelästigung statt, in der Regel wird auch das Raumempfinden nicht wesentlich eingeschränkt, da das Kamerasystem nach allen Seiten hin offen ist, somit wird die Aufnahmezeit normalerweise nicht als unangenehm empfunden. Sofern Sie unter sehr ausgeprägter Platzangst leiden, sollten Sie uns das wissen lassen: wir werden darauf eingehen und versuchen, Ihnen auch diese Zeit durch verstärkte Zuwendung und Lagerungshilfen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Strahlenbelastung liegt in der Größenordnung normaler Röntgenuntersuchungen, sie ist unabhängig von der tatsächlichen Aufnahmezeit oder der Anzahl der angefertigten Aufnahmen.

Unmittelbare Nebenwirkungen oder Störungen des Allgemeinbefindens sind dabei nicht zu erwarten, da die Substanzen den körpereigenen Stoffwechsel selbst nicht beeinträchtigen und nur kurze Zeit im Körper verbleiben.