Diese Seite drucken Lunge


Prinzip
Durch Vergleich der Belüftung (Ventilation) und der Durchblutung (Perfusion) der Lunge können auch kleine und weit im Randbereich gelegene Lungenembolien mit großer Empfindlichkeit nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Bei einer Lungenembolie ist ein Lungenareal zwar noch belüftet, aber z.B. durch ein Blutgerinnsel nicht mehr durchblutet. Eine unauffällige Lungenszintigraphie schließt eine Lungenembolie aus. Die Untersuchung sollte so früh wie möglich nach Beginn der Beschwerden (Atemnot, Schmerzen beim Atmen) durchgeführt werden, da dann die Nachweiswahrscheinlichkeit am größten ist.

LungeDurchführung
Zu Beginn wird eine radioaktive, mit 99mTc (=Technetium) markierte Substanz mit Sauerstoff vernebelt und eingeatmet, anschließend erfolgen die ersten Aufnahmen der Lungenbelüftung = Ventilation. Dann werden mit 99mTc markierte Albumin (=Eiweißpartikel) intravenös appliziert, und die Aufnahmen der Durchblutung = Perfusion werden identisch wie bei der Belüftung noch einmal angefertigt. Diese beiden Aufnahmeserien werden anschließend miteinander verglichen.
Die Gesamtdauer der Untersuchung beträgt 60 - 80 Minuten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Bei bekannter Belüftungsstörung der Lunge (obstruktive Lungenerkrankung, COPD, Asthma) wird zu Beginn der Untersuchung ein Spray zur Bronchienerweiterung verabreicht, um die Bildqualität der Ventilation und die Beurteilbarkeit zu verbessern.

Vorbereitung
Eine spezielle Vorbereitung, auch ein Nüchternbleiben, ist nicht erforderlich.
Falls vorhanden, sollten aktuelle Röntgenbilder (der Lunge) zur vergleichenden Beurteilung mitgebracht werden.

Risiken
In sehr seltenen Fällen kann eine allergische Reaktion auf den injizierten Albuminkomplex auftreten