Diese Seite drucken Nuklearmedizin


Nuklearmedizin klingt gefährlich - ist es aber nicht.

Die Nuklearmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das diagnostisch und therapeutisch mit kurzlebigen, schwach radioaktiv markierten Stoffen (Radionuklide) arbeitet.

Diese werden bei diagnostischen Verfahren (z.B. für Untersuchungen der Schilddrüse), bei Therapien (z.B. Radiojodtherapie der Schilddrüse, Radiosynoviorthese der Gelenke) und bei radioimmunologischen Labor - Untersuchungen angewendet und unterliegen dem medizinischen, gesetzlich geregelten Strahlenschutz.

Diagnostisch hat die Nuklearmedizin einen festen Stellenwert oft im Rahmen anderer Untersuchungsverfahren, z.B. im Rahmen einer „Stufendiagnostik“, sie liefert wertvolle Hinweise z.B. im Vorfeld von Operationen über das zu erwartende Ausmaß der Operation, sie kann invasive Untersuchungsverfahren vermeiden oder zurückstellen, sie liefert in Verlaufskontrollen wichtige Informationen über den Erfolg einer Behandlung oder die Einschätzung der ergriffenen Therapiemaßnahmen. Manchmal müssen diese Informationen auch durch weitere Untersuchungen, z.B. aus dem Röntgen- oder Laborbereich, ergänzt werden.

Therapeutisch bietet sie ebenfalls Ergänzungen oder Alternativen zu herkömmlichen Verfahren wie z.B. Bestrahlungen oder zu belastenden medikamentösen Therapien.

Insgesamt leistet die Nuklearmedizin somit hervorragende Dienste, ohne daß dabei aufwändige und den Patienten in seinem Allgemeinbefinden deutlich beeinträchtigende Maßnahmen vonnöten sind.

Lediglich schwangere Patientinnen dürfen mit nuklearmedizinischen Methoden, wie auch mit herkömmlichen Röntgenmethoden, nicht untersucht oder behandelt werden.