Diese Seite drucken Therapie


Zur nuklearmedizinischen Therapie werden ebenfalls verschiedene kurzlebige radioaktive Substanzen, sogenannte ß - Strahler oder (Alpha) - Strahler, mit einer kurzen bis sehr kurzen Reichweite im Gewebe von unter einem Millimeter bis hin zu wenigen Millimetern verwendet.

Diese werden in geeigneter chemischer Verbindung entweder direkt, in der Regel unter Durchleuchtung, in das erkrankte Gelenk gespritzt oder gelangen indirekt über die Blutbahn an den Wirkort, z.B. die kleinen Gelenke der Wirbelsäule. Dort bewirken sie eine unmittelbare und sehr gezielte Bestrahlung des erkrankten (z.B. entzündeten) Gewebes, die über mehrere Tage anhält.

Da die Substanz am Wirkort verbleibt, und da die Strahlung durch die geringe Reichweite im Gewebe kaum nach außen dringt, ist eine erhöhte Strahlenbelastung für die Umgebung nicht zu erwarten, so daß die Behandlung ambulant durchgeführt werden darf.

Bei einigen Therapien wird anschließend die optimale Verteilung der Substanz durch eine Kameraaufnahme dokumentiert. Da es sich wie bei der Diagnostik um eine Art computergestützte Photographie handelt, entsteht hierdurch jedoch keine zusätzliche Strahlenbelastung.

Auch sind durch die Injektion der Substanz keine unmittelbaren störenden Nebenwirkungen zu erwarten.