Diese Seite drucken Was Sie sonst noch wissen sollten


Vorbereitung der Untersuchung

Bei den meisten Untersuchungen ist keine Vorbereitung nötig. Einige Ausnahmen gibt es aber, bei denen der Patient nüchtern zu uns kommen muß:

  1. wenn die radioaktive Substanz sich stark im Darm einlagert und dies einen Störfaktor für die Darstellung anderer Organe darstellt (z.B. Herzmuskeluntersuchung)
  2. wenn durch Nahrungsaufnahme oder Einnahme von Medikamenten die Meßbarkeit oder Darstellung bestimmter Organe nicht mehr gewährleistet ist

Andere Untersuchungen verlangen, daß der Patient vor der Injektion oder in der Wartezeit zwischen Injektion und Aufnahmen ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Dies dient z.B. der Anregung der Nierentätigkeit, wenn die Nierenfunktion gemessen werden soll. Oder es hilft, einen Teil der radioaktiven Substanz, die sich nicht in dem Organ einlagert, das untersucht werden soll, sozusagen den überschüssigen Teil der Substanz, aus dem Körper auszuscheiden. Dies spielt beim Knochenszintigramm eine wichtige Rolle.

Manche Untersuchungen werden auch gezielt nach Einnahme bestimmter Medikamente durchgeführt, die Sie entweder unmittelbar vor der Untersuchung bekommen oder über einige Tage zuvor einnehmen müssen (sogenannte Belastungstests).

Durchführung der Untersuchung

Für die Untersuchung wird Ihnen eine sehr kleine Menge einer flüssigen radioaktiven Substanz in die Vene injiziert. Die Substanz verteilt sich über die Blutbahn im Körper und gelangt so in das Organ (z.B. die Schilddrüse oder das Skelett), das untersucht werden soll.

Mit der Gamma-Kamera können wir die Strahlung, die von der radioaktiven Substanz ausgeht, messen. So bekommen wir Informationen über das Speicherverhalten des Organs.

Zum einen kann man auf diese Art die Größe, Lage und Form des Organs darstellen, Zum anderen läßt sich unmittelbar nach Injektion der Weg und die Geschwindigkeit der Anreicherung der Substanz verfolgen. Dadurch können wir Aussagen über die Funktion und Durchblutungsverhältnisse des jeweiligen Organs treffen.

Die einzelnen Aufnahmen dauern meistens einige Minuten. Wir bitten Sie darum, währenddessen ganz ruhig liegenzubleiben. Sollten Sie in einer Körperregion Schmerzen haben, sagen Sie uns bitte vorher Bescheid, wir werden uns bemühen, Sie in diesem Zeitraum so bequem wie möglich zu lagern.

Es gibt auch einige wenige Untersuchungen, bei denen zusätzlich eine oder mehrere Blutentnahmen aus der Armvene nötig sind.

Arbeitsweise der Untersuchungsgeräte

Sie werden in den Untersuchungsräumen sehen, daß aufwändige technische Apparaturen sowie eine computergestützte Datenverarbeitung für die Ermittlung der Untersuchungsergebnisse nötig sind.

Aber Sie brauchen keine Furcht vor den Geräten empfinden, da die Aufnahmen absolut schmerzfrei durchgeführt werden. Auch wird das Raumempfinden dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Sollten Sie unter sehr ausgeprägter Platzangst leiden, sollten Sie uns das vor Aufnahmebeginn wissen lassen, wir werden versuchen, Ihnen die Aufnahmezeit durch verstärke Zuwendung oder Lagerungshilfen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die meisten Messungen werden an einer Gamma-Kamera durchgeführt, welche wie ein großer Photoapparat die Strahlung registriert, die von einem ausgewählten Bereich Ihres Körpers ausgeht, und diese bildhaft darstellt. Dabei werden sogenannte Szintigramme erstellt.

Die endgültige Berechnung, Auswertung und Bilddarstellung erfolgt anschließend in dem zugehörigen Rechnersystem.

Sie sollten wissen, daß die Strahlenbelastung von der Anzahl und Aufnahmezeit der angefertigten Bilder unabhängig ist, da die Strahlung nicht von den Untersuchungsgeräten ausgeht, sondern vom Patienten selbst.

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Nebenwirkungen und Strahlenexposition

Für die meisten Untersuchungen hat sich heutzutage die Verwendung des modernen Radionuklids 99m-Technetium durchgesetzt, ein reiner Gamma-Strahler mit einer kurzen Verfallszeit im Körper von wenigen Stunden. Dadurch läßt sich die Strahlenbelastung sehr gering halten und liegt im Bereich herkömmlicher Röntgenuntersuchungen, oft auch wesentlich darunter. Die Strahlenbelastung für die Keimzellen liegt im Bereich derjenigen, die Sie durch die natürliche Strahlenexposition pro Jahr erhalten. Darüber hinaus ergeben sich keine Nebenwirkungen.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte jedoch feststehen, daß aktuell keine Schwangerschaft vorliegt, da die radioaktiven Substanzen über den mütterlichen Blutkreislauf auch das ungeborene Kind erreichen.

Strahlen in der Medizin sollen dem Kranken helfen und den Gesunden vor Krankheit bewahren.

Der Nutzen der Strahlen, d.h. der Vorteil für den Patienten durch die Untersuchung, muß daher einen evtl. Nachteil durch die Strahlenbelastung überwiegen.

Auch werden wir Ihnen die durchgeführte Untersuchung gerne in Ihrem mitgebrachten Röntgenpass eintragen.